Reiseerinnerungen eines Zuhausegebliebenen

Salzburg

Wenn Salzburg eine Seele hat,
Dann ist sie fein und stille.
Sonst ist’s nur eine alte Stadt
In zeitgemäßer Hülle.

Die großen Plätze, hell und weiß,
Erfüllen reiche Scharen.
Alles hat Reiz und seinen Preis,
Willst du den Wert erfahren.

Nur selten, wenn du dich verlierst
Auf den bemoosten Stiegen,
Und keiner Seel ansichtig wirst,
Dann mag sie dir erliegen.

Drum aus der prunkenden Revue
Und in die Gassen trete!
Und pfeife eine Melodie –
Vielleicht der Zauberflöte.

Muttekopf

Ich stand auf einem Österreichschen Berge,
Da war die Luft schon kühl und Dunkelheit
Bedeckte langsam Gottes große Werke,
Darauf der Herbst den ersten Schnee gestreut.

Bei meinem Aufstieg hab ich Murmeltiere
Und andre Alpenkreatur gesehn.
Auf Graten wandelte ich wie Rapiere
Und durfte mich auf Hochplateaus ergehn.

Ich sah auch Wände von halbbuntem Schiefer,
Daraus der Lech, um zu entstehen, trank,
Und sah die Sonne, tief und immer tiefer,
Bis sie am fernen Horizont versank.

Auf jenem Gipfel blieb ich Stunden gerne,
Am Kreuze lehnend wohl im Abendstrahl.
Und als ich abstieg, leuchteten die Sterne
Auf meinen Pfad ins unbewohnte Tal.

Dreischütz
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